In Christus ist auferstanden die Welt, der Himmel, die Erde. (ambrosius)


Ein Haus der Auferstehung Sein

 

Das was zuerst auffällt wenn man den Bericht vom Tod und der Auferstehung des Lazarus liest (Joh.11), ist, dass es DIE Begebenheit ist, die der Salbung Jesu durch Maria von Bethanien UNMITTELBAR vorausgegangen ist.

Vor der Salbung Jesu – diesem Akt der verschwenderischen Liebe und Hingabe – hatte Jesus sowohl zu Marta als auch zu Maria gesagt, dass ER selbst DIE Auferstehung und DAS Leben ist.

BEIDE hatten ihren Glauben an seine Heilungsfähigkeit ausgedrückt, indem sie bekannten: "Wenn DU vorher HIER gewesen wärst, bei dem, den DU lieb hast, so wäre er nicht gestorben." Und dann geschieht das Überwältigende, Unfassbare: JESUS weckt Lazarus von den TOTEN AUF! 

Wie oft fühlt es sich für uns so an, dass wir zwar glauben, dass Jesus unser Messias ist und die Toten am Ende auferstehen, wir aber den verwirrenden Ereignissen des Lebens ausgesetzt sind, wo wir wissen: 

ER liebt uns, ER kann heilen, ER nicht teilnahmslos unserem Schmerz gegenüber, und DOCH kommt statt der Heilung, die in SEINER Gegenwart liegt, der Tod. ER scheint zu spät. 

Das, was in uns – oder in den Menschen, die wir lieben – gestorben ist, ist schon komplett hinüber, gänzlich der Verwesung anheim gefallen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", heißt es – und selbst die liegt schon lange fest verschlossen im Grab. 

Klingt das vertraut? Die Bibel spricht davon, dass der feind kommt, um zu stehlen, zu töten zu verderben. Klingt das nach Erfahrungen in unserem Leben?

Vielleicht in Bezug auf unseren Wert, unsere Identität; oder vielleicht in Bezug auf Verluste – von geliebten Menschen, Werke, in die man sich investiert hat, Freundschaften, von denen man geglaubt hat, dass sie ewig halten; oder unerfüllte Wünsche, Sehnsüchte, Verheißungen? Oder körperliches Leiden, die lang ersehnte Heilung? 

Es gibt es Lied namens "Historymaker", da heißt es in der dritten Strophe: "Ja, es ist wahr, dass aus Zerbrochenheit GOTT Geschichte schreibt." Wann immer ich dieses Lied singe, ist diese Zeile diejenige, die regelmäßig innerlich packt und etwas von dem in mir wieder neu entzündet, wovon ich glaube, dass wir ein Stück weit Zeuge sein dürfen.

Bei Matthäus' Schilderung vom Sterben Christi leuchtet etwas davon auf, welche ALLES überwältigende Kraft den Tod besiegt hat (Mt. 27, 50-53) : "Jesus aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich und viele Leiber der entschlafenen HEILIGEN wurden erweckt und gingen aus den Gräbern hervor nach SEINER Auferstehung und kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen." 

Was für ein gewaltiges Ereignis! 

Und lasst uns vergegenwärtigen, dass die Bibel UNS SEINEN Tempel nennt! DIESELBE Gegenwart Gottes, die hinter diesem Vorhang im Allerheiligsten eingesperrt bleiben musste, da sie ohne das Sühneopfer Jesu alles zerstört hätte, ist frei!

Und wir sind WÜRDIG gemacht sie zu beherbergen: Diese Macht, die die Erde erbeben ließ, die Felsen spaltete und vermutlich um die 400 Menschen mitsamt Jesus aus dem Grab hob!

Paulus bete im Epheserbrief für die Leser, dass diese begreifen mögen, wie alles überwältigend diese Macht ist, die Christus vom Tode erweckt hat und die UNGEZÜGELT in und an uns wirksam ist (Eph.1,18-23).

Unser Fazit ist beide Erfahrungen sind wahr:

Manchmal scheint es so als käme Jesus zu spät. Als tue Er dies mit Absicht. Obwohl er eingreifen und damit alles verändern könnte. -Das bezeugt all das Leid dieser Welt.

Aber: ALL diese Erfahrungen sind ein Vorläufig; sie sind das VORHER vor dem Wunder der Auferstehung – das ist die andere Seite, die MINDESTENS genauso wahr ist!

Eine befreundete Pastorin sagte einmal: "As long as there is death, there is hope", so lange es Tod gibt, gibt es Hoffnung. Aus dem einfachen Grund, weil der Tod NICHT mehr das letzte Wort hat; sondern derjenige, der ihn besiegt hat; derjenige, der die Auferstehung und das Leben ist; derjenige, der heute noch immer aus Zerbrochenheit Geschichte schreibt; derjenige, der Lazarus nach vier Tagen vom Tod erweckte. Und derjenige, dem Maria von Bethanien aus einem überfließend dankbaren Herzen das rückhaltloseste und verschwenderischste Lobpreisopfer darbrachte, wozu ihr Herz und ihr ganzes Sein fähig war! 

Das ist unsere Motivation und die Blickrichtung mit der wir diesen Teil unserer Grundberufung betrachten.