a man without vision perishes.  - Ein Mann ohne Vision geht unter. (prov. 29:18)


Bethanien Grundwerte

 

1. Wir definieren uns als eine Gemeinschaft von begnadigten Menschen, die durch Jesus vom Aussatz der Sünde geheilt wurden. Die Bibel bezeichnet unseren Stand als „Freie in Christo“ – dort zählen weder Herkunft, noch Geschlecht noch Familienstand

– und als „Heilige", Gott gehörend, Ihm ausgesondert aus der Welt, für Ihn lebend.

 

2. Unsere Gefährtenschaft spiegelt sich in einem mündigen, wertschätzenden, Konflikte klärenden, miteinander im Licht lebenden Umgang wider.

 

3. Wir pflegen eine eigenständige Christusbeziehung und gesunde Begegnungen untereinander. Hier muss niemand einem anderen Quelle oder Therapeut sein. Auch Verantwortung wollen wir nicht überbordend wahrnehmen.

 

4. „Die Liebe zum Bruder entzündet sich allein in Christus“, postulierte Dietrich Bonhoeffer in seinem Standardwerk über gemeinschaftliches Leben. Dies ist auch Ziel unserer Gefährtenschaft.

 

5. Damit Bethanien über Jahre Bestand haben und wachsen kann, suchen wir ein geistliches und alltägliches Miteinander, das uns nährt und nicht ausbrennt – hier wollen wir unsere Ressourcen, Grenzen und Bedürfnisse auf achtsame und verantwortliche Weise im Blick haben.

 

6. Da wir aus unterschiedlichsten christlichen Gemeinschaften und Bezügen zusammen kommen, gilt für unser geistliches Miteinander folgende Leitlinie: „Einheit im Wesentlichen, Freiheit, in dem was darüber hinaus geht und über Allem die Liebe (nach Augustinus Aurelius).“

Da wir eine solch bunte Mischung sind, verstehen wir uns als Teil des Leibes Christi, gehören aber bewusst keiner Denomination an, sondern leben übergemeindlich miteinander. Eine gemeinsame Bekenntnisgrundlage bilden für uns das Nicänische und das Apostolische Glaubensbekenntnis.

 

7. Um als Gemeinschaft gesund zu wachsen und zu bleiben, ist es uns ein Herzensanliegen mit dem Rest des Leibes Christi – dort wo wir verortet sind und darüber hinaus – vernetzt und verbunden zu sein. Außerdem haben wir von Anfang an einen externen Begleiter an unserer Seite, der auf uns als Einzelne und auf die Prozesse und Wachstumsschritte unserer Gemeinschaft ein Auge hat.

 

8. Im Prinzip gliedert und entwickelt sich Bethanien um ein gemeinsames und gemeinschaftliches Herzstück: Lobpreis/Anbetung und Fürbitte/Gebet fließend aus der ersten bräutlichen Liebe Jesu und zu Jesus, die in unsere Herzen ausgegossen ist. Alles Sein und erst recht alles Tun speist sich aus gelebter Intimität mit unserem Bräutigam und aus unserem priesterlichen Dienst.

 

9. Daher suchen wir nach Möglichkeiten und Formen, die es ermöglichen die erste Liebe brennend zu halten und eine Kultur der ersten Liebe zu pflegen.

 

 

10. In dem Wissen unserer unterschiedlichen Begabungen und Ausprägungen unserer Berufung, wollen wir darauf achten, dass wir uns auf ganz vielfältige Weise in Bethanien und in unsere Gesellschaft von Jesus ausgießen lassen.